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Familie hat in den Zeiten der Wirtschaftskrise Konjunktur

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"Familienpolitik ist gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise besonders wichtig",
sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung des ersten
Familiereports in Berlin. "Wenn Vater und Mutter einen Arbeitsplatz haben,
halbiert sich das Risiko, durch Arbeitslosigkeit in Armut zu rutschen", so die
Ministerin. Dass Familien heute das Thema Vereinbarkeit und Familie und Beruf als
Top-Thema ansehen, zeige, dass sie ein feines Gespür dafür haben, was ihnen im
Alltag wirklich helfe. Laut Allensbach-Familienmonitor 2008 erwarten 63 Prozent
der Bevölkerung, dass Familienpolitik sich für die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf einsetzt. Aber auch die Familie selbst wird immer wichtiger. "Wenn die
Zeiten rauer werden, sagen rund Dreiviertel der Menschen: Mein wichtigster Halt
ist meine Familie. Das zeigt sich auch daran, dass die Anzahl der Scheidungen
zurück geht und die der Singlehaushalte mit 7 Prozent konstant bleibt", sagt von
der Leyen.

Die Bevölkerung gibt der Familienpolitik der Bundesregierung gute Noten. Die
Hälfte der Gesamtbevölkerung ist der Meinung, dass sich seit 2005 "die
Bedingungen für Familien mit Kinder verbessert" haben (Allensbach Januar 2009).
Hoch angesehen ist weiterhin insbesondere das Elterngeld. Drei Viertel der
Bevölkerung bewerten es positiv, noch stärker ist die Zustimmung bei jungen
Eltern. Gleiches gilt für den Ausbau der Kinderbetreuung. So sehr die Bevölkerung
der Belebung der Konjunktur einen hohen Stellenwert beimisst, so wenig ist sie
bereit, andere wichtige Anliegen zurückzustufen. Dies gilt insbesondere auch für
die Familienpolitik. 71 Prozent der Bevölkerung plädieren dafür, dass der Staat
Familien mit Kindern stärker unterstützt als bisher (Allensbach Januar 2009).

Nachdrücklicher als bisher sollen nach dem Willen der Befragten die
Alleinerziehenden unterstützt werden. Zwar ist der Anteil der Alleinerziehenden
leicht rückläufig, aber flexible Kinderbetreuung und soziale Netze spezifischer
Art sind notwendig. Jede fünfte Familie ist allein erziehend. "Alleinerziehende
sind genauso leistungsbereit, wie andere, wollen wirtschaftlicher unabhängig sein
und sind gut ausgebildet", sagt Bundesministerin von der Leyen. Alleinerziehende
bleiben durchschnittlich nicht länger als drei Jahre ohne festen Partner. "Nach
einer Scheidung wird viel selbstverständlicher als früher wieder geheiratet. Was
mich besonders freut: Kinder sind dabei kein Hindernis", sagt von der Leyen.
Dennoch: 40 Prozent der Alleinerziehenden beziehen SGB II (das sind rund 660.000
Personen mit rund 1 Mio. Kindern). Das Familienministerium hat deshalb das
Projekt "Vereinbarkeit für Alleinerziehende" gestartet. Eng zusammengearbeitet
wird hierbei mit der Bundesagentur für Arbeit sowie mit dem
Bundesarbeitsministerium.

Der Familienreport enthält zahlreiche Daten und Fakten rund um Familienpolitik
und Familie. Er wird künftig einmal jährlich vorgestellt.
 

 

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 

Link: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=120236.html

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