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Unternehmenstag sendet Signal für wachsende Familienfreundlichkeit |
Mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat der Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie“ gezeigt, dass Familienfreundlichkeit bei Unternehmen trotz Krise Konjunktur hat. Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann vereinbarten, ihre Kooperation für eine familienbewusste Arbeitswelt fortzusetzen und auszubauen. Der Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie“ ist das zentrale Mitgliedertreffen des gleichnamigen Unternehmensnetzwerkes, das 2006 vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag gegründet wurde. Die Teilnehmenden des Unternehmenstages tauschten sich in drei Praxisforen zu den Themen „Familienfreundlichkeit in der Wirtschaftskrise“, „Neue Väter“ sowie „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege älterer Angehöriger“ aus.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen betonte in ihrer Rede, dass der Fachkräftebedarf durch die Wirtschaftskrise nicht außer Kraft gesetzt werde. „Entscheidend dafür, wie Unternehmen aus der Krise herauskommen, wird sein, ob sie ausreichend kompetente und hoch motivierte Fachkräfte haben. Und Fachkräfte sind junge Menschen, die auch Väter und Mütter sind“.
Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, betonte unterdessen, dass Familienfreundlichkeit auch die Unterstützung von Beschäftigten mit pflegebedürftigen Angehörigen einschließt: „Wir wollen unsere Zusammenarbeit auch mit Blick auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege älterer Familienangehöriger ausbauen“. Das dieser Aspekt auch für Unternehmen von wachsender Bedeutung ist, spiegelte die hohe Teilnehmerzahl im Forum „Nicht nur Kindersache – Beschäftigte bei der Pflege älterer Angehöriger unterstützen“ wieder.
Dass Unternehmen auch in der Wirtschaftskrise auf eine familienbewusste Personalpolitik setzen, zeigt eine repräsentative Befragung des Allensbach-Instituts, die die Geschäftsführerin, Prof. Renate Köcher, in ihrem Vortrag vorstellte. Demnach sagen fast 70 Prozent der befragten Unternehmen, dass die aktuelle konjunkturelle Entwicklung ihr betriebliches Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig nicht beeinträchtigt. Unterstützt wurde dies auch von Unternehmensvertretern im Forum „Nicht nur in guten Zeiten – Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte als Chance in der Krise“. Sie erläuterten, warum sie auch jetzt familienfreundliche Konzepte umsetzen und welche Maßnahmen gerade jetzt wichtig sein könnten.
Die in der Allensbach-Studie identifizierte wachsende Akzeptanz von Vätermonaten bei Unternehmen und die zunehmend positive Bewertung der Teilzeitarbeit von Vätern wurde im Forum „Nicht nur Frauensache – Väter als neue Zielgruppe familienbewusster Personalpolitik“ bestätigt. Die dort diskutierenden Unternehmensvertreter waren sich einig, dass spezielle Maßnahmen für Väter eine wichtige Säule einer familienbewussten Unternehmensführung darstellten.
Vorgestellt wurde außerdem eine Expertise der Roland Berger Strategy Consultants mit dem Titel „Mit Familienbewusstsein besser durch die Krise“. Sie stellt dar, inwieweit familienbewusste Personalpolitik Unternehmen gerade in der Krise eine stärkere Flexibilität bei gleichzeitiger Bindung von Fachkräften ermöglicht.
http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=442&pid=265
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